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‚ÄěGutes Essen f√ľr alle‚Äú ‚Äď Das Ziel der Ern√§hrungsstrategie der Bundesregierung

Gutes Essen f√ľr alle Menschen in Deutschland ‚Äď f√ľr dieses Ziel setzen sich die Ern√§hrungsexpertinnen und -experten aus dem Netzwerk von NUTRITION HUB t√§glich ein. Das verbindet sie mit Minister Cem √Ėzdemir: Sein Ministerium f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt eine Ern√§hrungsstrategie f√ľr Deutschland. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD, B√ľndnis90/Die Gr√ľnen und FDP ist die Ver√∂ffentlichung dieser Strategie bis Ende 2023 festgelegt. Das Ziel: die Ern√§hrung in Deutschland nachhaltiger, gesundheitsf√∂rderlicher, tierwohlorientierter, inklusiver und vor allem klimafreundlicher zu gestalten. Ein Masterplan f√ľr gutes Essen in Deutschland. Wir haben 170 Ern√§hrungsprofis befragt: Welche Chancen bietet die derzeit entstehende Ern√§hrungsstrategie der Bundesregierung? Denn es sind vor allem die Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, die eine Umsetzung m√∂glich machen. In diesem Report teilen sie ihre Antworten.

 

Hier steht der Report "Gutes Essen f√ľr alle - Der Masterplan" zum Download zur Verf√ľgung:

Der Masterplan f√ľr gutes Essen
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Der √∂ffentliche Aufschrei in Deutschland war gro√ü, als 1976 die Anschnallpflicht f√ľr den Autoverkehr in Kraft trat. War der Gurt f√ľr die einen eine Fessel der Freiheit, stellte er f√ľr die anderen eine so simple wie effektive Methode dar, die Zahl der Toten und Verletzten bei Unf√§llen zu senken. In den Medien bek√§mpften sich Vertreterinnen und Vertreter beider Lager verbal, bei Stra√üenumfragen wurden manche Menschen sogar handgreiflich. Das Beispiel zeigt, wie schwierig es sein kann, die Empfehlungen von Fachleuten in politisches Handeln umzusetzen ‚Äď und damit den Alltag von Millionen von Menschen zu verbessern. Tats√§chlich ging die Zahl der Verkehrstoten durch die Anschnallpflicht zwischen 1976 und 1986 um mehr als 40 Prozent zur√ľck.


Was hat die Anschnallpflicht mit unserer Ern√§hrung zu tun? Kurz gesagt: so einiges. Ern√§hrung ist ein emotionales Thema, das viele Menschen ‚Äď √§hnlich wie das Autofahren ‚Äď eng mit Genuss, Individualit√§t und pers√∂nlicher Freiheit verkn√ľpfen. Gleichzeitig ist unsere Ern√§hrung untrennbar mit den gro√üen Herausforderungen unserer Zeit verbunden: Volkskrankheiten wie √úbergewicht und Diabetes lassen sich zum gro√üen Teil auf ung√ľnstiges Essen und Trinken zur√ľckf√ľhren. Unsere Ern√§hrung hat Einfluss auf die Gesundheit des Planeten. Sp√§testens hier ger√§t die pers√∂nliche Freiheit in Konflikt mit der Verantwortung f√ľr k√ľnftige Generationen.


Viele √ľbernehmen bereits Verantwortung. Immer mehr Menschen sind sich der Auswirkungen unserer Ern√§hrung auf die eigene Gesundheit, das Klima, das Tierwohl und das Leben der Menschen in der Produktion bewusst ‚Äď und ver√§ndern ihr Handeln. Der Trendreport Ern√§hrung 2023, den NUTRITION HUB im Januar 2023 gemeinsam mit dem Bundeszentrum f√ľr Ern√§hrung (BZfE) ver√∂ffentlichte, zeigt: Nachhaltige Ern√§hrungsweisen boomen, der Flexitarismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und die Lebensmittelwirtschaft denkt um.


Die Entwicklung ist positiv. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, um gesundes Essen f√ľr alle in Deutschland zu erm√∂glichen:

  • Viele Menschen sind aufgrund stark gestiegener Preise f√ľr Energie und Lebensmittel weniger w√§hlerisch bei ihrer Ern√§hrung.

  • In vielen Lebensmitteln stecken zu viel Zucker und Salz, gleiches gilt f√ľr ges√§ttigte Fetts√§uren.

  • Eine steigende Zahl von Kindern ist √ľbergewichtig.

  • Das Ziel der klimaneutralen Erzeugung von Lebensmitteln ist l√§ngst nicht erreicht.

Klar ist: Unsere Gesellschaft hat jetzt die Chance, eine gesundheitsf√∂rderliche und nachhaltige Ern√§hrung f√ľr die kommenden Generationen zu etablieren. Diese Transformation ‚Äď hier werden Parallelen zum Thema Anschnallpflicht sichtbar ‚Äď kann nicht allein den Konsumentinnen und Konsumenten √ľberlassen werden. Die aktuelle Bundesregierung geht das Thema Ern√§hrung erstmals ganzheitlich an. Die Ern√§hrungsstrategie erm√∂glicht es, die richtigen Leitlinien und Anreize f√ľr alle beteiligten Akteurinnen und Akteure zu setzen.


Ausdr√ľcklich baut das BMEL bei der Erarbeitung und der sp√§teren Umsetzung seiner Strategie auf den Input von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Ern√§hrungspraxis. Viele dieser Fachleute sind Teil des Netzwerks von NUTRITION HUB. 170 von ihnen stellten wir die Frage, in welchen Bereichen sie die gr√∂√üten und dringlichsten Hebel der Ern√§hrungsstrategie sehen ‚Äď und wie diese ihre Arbeit positiv beeinflussen kann. Hier teilen sie ihre Einsch√§tzungen.


Bitte anschnallen ‚Äď und guten Appetit!


#1 Gute K√ľche von der Kita bis zum Seniorenheim

  • Bundesweite Leitlinien f√ľr gutes Essen in Betrieben und √∂ffentlichen Einrichtungen einf√ľhren

  • Ern√§hrungsfachleute erstellen Speisepl√§ne f√ľr die Gemeinschaftsverpflegung

  • Verpflegung in Kitas und Schulen ist auch ein Bildungsauftrag ‚Äď denn gemeinsam wird Geschmack gepr√§gt

Ob es sich um den Caterer f√ľr die Kita handelt, die Schulkantine, das Betriebsrestaurant, das Essen im Seniorenheim oder die Mahlzeit im Kranken-haus: Die sogenannte Gemeinschaftsverpflegung ist einer der wichtigsten Hebel, um Kindern und Erwachsenen in Deutschland eine vollwertige und nachhaltige Ern√§hrung zu erm√∂glichen. Kein Wunder, essen laut der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE) doch t√§glich mehr als 17 Millionen Menschen in diesen Einrichtungen.


Die Gemeinschaftsverpflegung ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland; der Umsatz belief sich im Jahr 2021 auf fast 740 Milliarden Euro. Deshalb steckt hier das Potenzial, nicht nur etwas an den Ern√§hrungsverh√§ltnissen, sondern auch am Ern√§hrungsverhalten der Menschen zu √§ndern. Von der Ern√§hrungsstrategie der Bundesregierung erhoffen sich viele Expertinnen und Experten des NUTRITION HUB entsprechende Leitlinien. Schon heute hat die Gemeinschaftsverpflegung eine Vorreiterrolle bei der Implementierung gesunder und nachhaltiger Standards inne. Dar√ľber hinaus erm√∂glicht sie eine chancengleiche, sozial gerechte Ern√§hrung. Trotzdem bleibt einiges zu tun. F√ľr Hande Gagali, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Dualen Hochschule Baden-W√ľrttemberg in Heilbronn, z√§hlt hierzu zum Beispiel die "Einf√ľhrung der DGE Qualit√§tsstandards in allen Bereichen‚Äú der Gemeinschaftsverpflegung, auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit.


Beim Essen selbst ist trotz der Fortschritte der vergangenen Jahre noch Luft nach oben. ‚ÄěDie Welle an √úbergewicht und ern√§hrungsmitbedingten Erkrankungen k√∂nnen wir stoppen, indem das Essen in Kitas und Schulen fl√§chendeckend ges√ľnder, bunter und appetitlicher gestaltet wird‚Äú, so Dr. Ann-Kristin Dorn, Ern√§hrungsberaterin und Podcasterin bei The Food Talks. Weniger Zucker und Salz, ein pflanzenbetonter Ansatz, St√ľckobst als Dessert ‚Äď die Ans√§tze f√ľr Verbesserungen sind vielf√§ltig. Die richtigen Akzente werden gesetzt, wenn Speisepl√§ne f√ľr Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung von Ern√§hrungsfachkr√§ften erstellt werden, wie die Di√§tologin und TEH-Praktikerin Petra Eberharter vorschl√§gt. Die Freude am Essen steht hier an oberster Stelle, um den Erfolg zu erm√∂glichen.


Vor allem die Kita- und Schulverpflegung hat laut den Fachleuten neben dem Versorgungs- auch einen Bildungsauftrag: Beim gemeinsamen Essen werden Werte vermittelt und Geschmack gepr√§gt ‚Äď ‚Äělearning by eating‚Äú lautet das Rezept. ‚ÄěDazu geh√∂ren Bildungsstandards zum Thema ‚Äögesundheitsf√∂rderliche Ern√§hrung‚Äė f√ľr das p√§dagogische Personal und die Lehrkr√§fte‚Äú, sagt Dr. Karolin H√∂hl, freiberufliche √Ėkotrophologin, Dozentin und Autorin. W√ľnschenswert seien au√üerdem Fortbildungsangebote f√ľr das haush√§lterische Personal und die K√ľchenkr√§fte.


#2 Fr√ľhreif? Gibt es in Sachen Ern√§hrung nicht

  • Weichen f√ľr gesundheitsf√∂rderliches Essen im Kindesalter stellen

  • Psychologische Aspekte st√§rker als bisher beachten

  • Fachkr√§fte und p√§dagogisches Personal arbeiten Seite an Seite

Lernen ist nicht vom Alter abh√§ngig. Viele Dinge lernen sich im Kindesalter allerdings schneller und leichter als sp√§ter im Erwachsenenalter. Das trifft auch auf die Ern√§hrung zu: Wachsen Kinder in einem Umfeld auf, in dem eine hochwertige und nachhaltige Ern√§hrung der Standard ist, dann pr√§gt es sie ein Leben lang. Viele ihrer Klientinnen und Klienten, so schildert es die Ern√§hrungsberaterin Dr. Ann-Kristin Dorn, w√ľrden es heute bedauern, in Kita und Schule nicht mehr √ľber eine gesundheitsf√∂rderliche Ern√§hrung gelernt zu haben.


Bildung ist einer der wichtigsten Hebel, um fr√ľh die Weichen in Richtung einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ern√§hrung zu stellen. Eine gute Ern√§hrungsbildung stellt lebensnahe Fragen: Wo kommen unsere Lebens-mittel her? Welche kulturellen Unter-schiede gibt es beim Essen? Wof√ľr sind Koch-Skills gut? Was macht eine gesundheitsf√∂rdernde Ern√§hrung mit meinem K√∂rper? Welchen Einfluss haben soziale Medien auf meine K√∂rperwahrnehmung und mein Essverhalten? In einem sind sich die Fachleute einig: Ern√§hrungsbildung ist vom Kindesalter bis zur Pubert√§t wichtig.


Viele Fachleute begr√ľ√üen es daher, dass die Ern√§hrungsbildung im Eckpunktepapier des BMEL als ein Kernpunkt der Ern√§hrungsstrategie aufgef√ľhrt wird. ‚ÄěDer gesunde Umgang mit K√∂rper und Geist ist ein elementar wichtiger Bereich des Heranwachsens eines jeden Kindes ‚Äď doch nicht jedes Kind hat dazu Zugang‚Äú, sagt Juliane Isbrecht, Gr√ľnderin und Gesch√§ftsf√ľhrerin bei alb.gesund, einem Anbieter f√ľr Ern√§hrungsberatung und -therapie. ‚ÄěDaher geh√∂rt das Thema als gro√üer Baustein in die Kitas und Schulen.‚Äú Nur so k√∂nne der Grundstein f√ľr Gesundheit und einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem Thema Ern√§hrung gelegt werden.


Viele Expertinnen und Experten halten die Rolle von Ern√§hrungsprofis in Bildungseinrichtungen f√ľr ausbauf√§hig. F√ľr die Zukunft erhoffen sie sich Ma√ünahmen, bei denen Ern√§hrungsfachkr√§fte mit ihrer Expertise den p√§dagogischen Fachkr√§ften an Kitas und Schulen zur Seite stehen. In Verbindung mit Schulpsychologinnen und -psychologen k√∂nnte so auch die mentale Komponente auf dem Weg zu einer gesundheitsf√∂rderlichen Ern√§hrung st√§rker adressiert werden.


#3 Content, so bunt wie die Teller im Land

  • Verbrauchernah, realit√§tsbezogen und fundiert √ľber Lebensmittel informieren

  • Digitale Kan√§le und soziale Medien besser nutzen

  • √úber die Vorteile von gesundem Essen sprechen

Viele Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk von NUTRITION HUB sind l√§ngst Influencerinnen und Influencer. Sie beherrschen die ganze Klaviatur der Kommunikation und erreichen ihre Zielgruppen √ľber Blogs, Podcasts, Videos, Whitepaper oder Livestreams. Folgerichtig erhoffen sich viele Fachleute von der Ern√§hrungsstrategie einen Schub in der Ern√§hrungskommunikation. Dies betrifft vor allem die klare und transparente Information √ľber die Inhaltsstoffe, Produktionsbedingungen und die Herkunft von Lebensmitteln.


‚ÄěZeitgem√§√üe Ern√§hrungskommunikation ist verbrauchernah und realit√§tsbezogen ‚Äď und gleicherma√üen wissenschaftlich orientiert‚Äú, erl√§utert die Di√§tassistentin und diplomierte Medizinp√§dagogin Birgit Blumenschein. ‚ÄěEssentscheidungen werden unbewusst getroffen‚Äú, sagt die Ern√§hrungspsychologin Dr. Carolin Cirkel. ‚ÄěWir werden fortw√§hrend beeinflusst. Warum also nicht auch das Essverhalten positiv beeinflussen?‚Äú Geeignete Mittel seien Kampagnen oder das betriebliche Gesundheitsmanagement.


Doch √ľber welche Kan√§le erreicht man die Konsumentinnen und Konsumenten am besten? Wie sieht Content aus, der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Lust macht, sich besser und nachhaltiger zu ern√§hren? ‚ÄěSo bunt wie die Teller im Land stelle ich mir die Ern√§hrungskommunikation vor‚Äú, sagt die Ern√§hrungswissenschaftlerin und Influencerin Laura Junge. Sie pl√§diert daf√ľr, passgenauer auf das Lebensgef√ľhl und die Mediennutzung der jeweiligen Zielgruppe einzugehen. ‚ÄěSocial Media macht es vor. Millionen von Menschen h√∂ren auf Empfehlungen von Influencern. Warum? Weil es nahbar, greifbar und emotional ist. Da kann man sich was abschauen.‚Äú


Last but not least spielt die Tonalit√§t eine gro√üe Rolle. ‚ÄěWir erreichen Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn relevantes Ern√§hrungswissen mehr auf Augenh√∂he und weniger mit erhobenem Zeigefinger kommuniziert wird‚Äú, sagt die Food-Journalistin und Kochbuch-Autorin Inga Pfannebecker. Die Zeit steifer, theoretischer und im wissenschaftlichen Duktus vorgebrachter Informationen zum Thema Ern√§hrung geh√∂re genauso dem Gestern an wie der Fokus auf Verbote. ‚ÄěGelungene Kommunikation r√ľckt die Vorteile f√ľr die Verbraucher in den Vordergrund.‚Äú


#4 Bahn frei f√ľr die Ern√§hrungs-Profis

  • √Ąrztinnen und √Ąrzte √ľber die Leistungen von Ern√§hrungsberatung und -therapie informieren

  • Zertifizierte Ern√§hrungsberatung und -therapie f√∂rdern und unterst√ľtzen

  • Qualifizierte Ern√§hrungsberatung f√ľr alle erstattungsf√§hig machen

Am 12. M√§rz 2023 gewann der Schauspieler Brendan Fraser den ‚ÄěOscar‚Äú f√ľr die beste m√§nnliche Hauptrolle im Film ‚ÄěThe Whale‚Äú. Er spielt einen Englischprofessor, der nach dem Tod seines Lebensgef√§hrten eine Esssucht entwickelt und schlie√ülich an den Begleiterscheinungen seiner krankhaften √úbergewichtigkeit stirbt ‚Äď unter anderem, weil er die Kosten einer Therapie scheut. Der Film rief √∂ffentliche Debatten um die Darstellung von √ľbergewichtigen Menschen hervor, h√§lt aber wertvolle Lehren bereit: Essst√∂rungen haben oft mentale Ursachen, die es zu ergr√ľnden lohnt. Zum Gl√ľck gibt es in Deutschland seit 2015 ein Pr√§ventionsgesetz, das die Zahlungen f√ľr zertifizierte Pr√§ventionsma√ünahmen garantiert.


Viele Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk des NUTRITION HUB machen sich stark daf√ľr, die √Ėffentlichkeit in Deutschland f√ľr den Nutzen der Ern√§hrungspr√§vention zu sensibilisieren. ‚ÄěIch w√ľnsche mir, dass bei √Ąrztinnen und √Ąrzten sowie anderen Gesundheitsberufen die M√∂glichkeit und der Nutzen einer Ern√§hrungsberatung oder Ern√§hrungstherapie bekannt ist‚Äú, sagt Caroline Ackermann, Ern√§hrungswissenschaftlerin bei DR. AMBROSIUS ‚Äď Ern√§hrungsberatung. So k√∂nnten deutlich mehr Menschen von den entsprechenden Angeboten profitieren. ‚ÄěEs ist wichtig, dass ern√§hrungsbedingte Leiden wie Schilddr√ľsenerkrankungen oder Diabetes nicht nur medikament√∂s behandelt werden, sondern dass die Ern√§hrung und der Lebensstil ganzheitlich betrachtet werden‚Äú, sagt Hannah Hauser, Ern√§hrungswissenschaftlerin und Schilddr√ľsen-Coach. Klar ist: Durch Pr√§vention und die fr√ľhzeitige Behandlung von Erkrankungen im Zusammenhang mit der Ern√§hrung k√∂nnten das Gesundheitssystem und die Gesellschaft als Ganzes entlastet werden.


‚ÄěJeder selbsternannte ‚ÄöFitnessguru‚Äė oder ‚ÄöFoodie‚Äė darf sich Ern√§hrungsberater nennen‚Äú, sagt Caroline Ackermann. Damit verweist sie auf die Intransparenz in der Branche. Ern√§hrungsfachkr√§fte erkenne man daran, dass sie sich st√§ndig weiterbilden und ihre Qualifikation zertifizieren lassen m√ľssen, damit Klientinnen und Klienten die Kosten anteilig von Krankenkassen erstattet bekommen. Andererseits sind viele unseri√∂se Anbieterinnen und Anbieter am Markt unterwegs, die auf geschickte Selbstvermarktung setzen und die Branche als Ganzes im Verruf bringen. Eine L√∂sung ist daher, den Begriff ‚ÄěErn√§hrungstherapeut*in‚Äú sch√ľtzen zu lassen.


Ein gro√ües Thema f√ľr die Expertinnen und Experten ist in diesem Zusammenhang die Erstattungsf√§higkeit ihrer Leistungen. Oft verhindern hohe Zuzahlungen die Inanspruchnahme der ambulanten Ern√§hrungstherapie. Damit werden gerade jene Personen ausgeschlossen, die am meisten dieser Leistungen bed√ľrfen. Der Ern√§hrungstherapeut Christof Meinhold schl√§gt vor, dass die station√§re und ambulante ern√§hrungstherapeutische Behandlung vieler Krankheiten als selbstverst√§ndliche Leistung in Kliniken und durch die Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen sichergestellt wird. So k√∂nnen sich auch weniger gut situierte B√ľrgerinnen und B√ľrger eine entsprechende Versorgung leisten.


Mehr √ľber die Chancen und Entwicklungen der Ern√§hrung - hier zum Nachlesen:

 

>> SHARING IS CARING: TEILT DIE INHALTE DES MASTERPLANS

#zukunfternährung #eatingforfuture #ernährungsstrategieBZfE #NutritionHub

 
16 der 170 befragten Ernährungsexpertinnen und -experten

Die Befragung Im Zeitraum vom 14. bis 31. Oktober 2022 hatten Ern√§hrungsexpertinnen und -experten aus den Netzwerken von NUTRITION HUB und BZfE die M√∂glichkeit, an einer Onlinebefragung teilzunehmen. Sie wurden u.a. gebeten, ihre Vorstellungen und W√ľnsche zu den verschiedenen Themenfeldern der Ern√§hrungsstrategie zu teilen. Die Antworten wurden kategorisiert und zusammengefasst. An der Befragung nahmen 170 Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen des Ern√§hrungssektors teil. Im Rahmen dieser Befragung ist auch die vierte Auflage des Trendreports Ern√§hrung 2023 entstanden.

 

Hier geht es zum Download der Pressemitteilung und die Fotos:

Pressemitteilung_Der Masterplan fuer gutes Essen_2023
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Fotos_Der Masterplan fuer gutes Essen
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Der Report "Gutes Essen f√ľr alle - Der Masterplan" wurde in Kooperation mit dem Bundeszentrum f√ľr Ern√§hrung (BZfE) erstellt.

Projektteam: Dr. Margareta B√ľning-Fesel, Eva Zovko, Harald Seitz, Julia Seeher (alle BZfE) sowie Dr. Simone Frey, Katharina Knoblich, Dr. Tim Tolsdorff und Henrike B√∂hme (Nutrition Hub).


Du willst mit uns oder den Ernährungsexpertinnen und -experten in Kontakt treten? Dann schick uns eine E-Mail an hello@nutrition-hub.com.


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(v.l.n.r) Dr. Margareta B√ľning-Fesel, Eva Zovko, Harald Seitz, Julia Seeher (alle BZfE) sowie

Dr. Simone Frey, Katharina Knoblich, Henrike Böhme, Dr. Tim Tolsdorff (alle Nutrition Hub).

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