Food-Inkubatoren und Female Foodpreneurs

Beyond Meat, Impossible Foods, Blue Bottle Coffee – das sind einige Namen von Startups, an die auch die 25 größten Lebensmittelunternehmen in den USA Marktanteile verlieren. Bis noch vor kurzer Zeit galten große Marken als Synonyme für ganze Produktkategorien: Heinz für Ketchup, Kellogg‘s für Cornflakes, Nutella für Schokocreme. Das hat sich geändert. Viele KonsumentInnen haben das Vertrauen in Lebensmittelkonzerne verloren, bei denen die Profitmaximierung an erster Stelle steht. Sie greifen – zumindest in Großstädten – vermehrt zu Eigenmarken oder zu Produkten kleiner Startups, die aus ihrer Sicht glaubwürdiger agieren. Von „authentischen“ Gründern verkörpert, stehen viele Startups für regionale Manufakturen, transparente Produktionsketten und haben oft Nachhaltigkeit tief in ihrem Markenkern verankert. Spätestens seit Peter Thiel, Gründer von Paypal und Investor aus dem Silicon Valley, in seinem 2014 veröffentlichten Buch Zero to One die Ernährungsbranche als ein Feld beschreibt, in dem ein großes Innovationspotenzial besteht, treffen „Food Startups“ endlich auf großes Interesse. Es gibt Food-Inkubatoren, Food Co-Working Spaces, Female Foodpreneur Events, Food- Startup- Weekends und viele weitere Formate. Lia Marlen Schmökel und Dr. Simone K. Frey von Nutrition Hub werden in den kommenden Ausgaben über Entwicklungen im Bereich Food-Startups berichten und was sie für FachexpertInnen bedeuten. „Eine bessere Entwicklung hätten sich Ernährungsexperten gar nicht wünschen können: Als Verbraucher sind wir abhängig von den Zielen der Unternehmenslenker – unsere Lebensmittel kaufen wir schließlich fast ausschließlich von ihnen. Und nun tritt eine Generation visionärer GründerInnen auf, von denen viele tatsächlich gesunde, nachhaltig produzierte Lebensmittel vermarkten. Seit 6 Jahren sind wir von Nutrition Hub eng verbunden mit der Startup-Welt: Beide haben wir in Startups gearbeitet, beide haben wir ein Startup gegründet, beide kennen wir die Investoren. Und uns fiel auf, dass wir als „echte“ ErnährungsexpertInnen Exoten in diesem Umfeld sind. In keinem einzigen Gründungsteam der 20 größten deutschen Food Startups ist ein/e ErnährungsexpertIn Teil des Teams. Und das obwohl es um unser Thema geht! Zum Glück gibt es immer mehr echte ExpertInnen, die in Aktion treten, ihre Stimme medial hörbar machen, ein Startup gründen oder es zumindest vorhaben. Es tut sich also was und es steht uns eine spannende Zukunft bevor. Weiter so!

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