Ein Leben in Unsicherheit - 5 Gedanken zur Corona-Krise

Es fühlt sich an, als wären wir plötzlich in einem Film gefangen. Die Handlung: Eine höchst ansteckende Krankheit verbreitet sich unaufhörlich, über Stadt- und Landesgrenzen hinweg. Die ganze Welt und ihre Bewohner sind alarmiert. Moment mal, das ist ja gar kein Film, das ist unser jetzt unser Leben. Innerhalb kürzester Zeit hat sich unsere Welt, unser aller Alltag um 180 Grad gedreht. Konferenzen, Sportveranstaltungen und Musik Konzerte: abgesagt. Theater, Museen, Bars und Restaurant: geschlossen. Hätten wir bis vor Kurzem gedacht, dass ein mikroskopisch kleiner Organismus einen solchen Einfluss auf unser tägliches leben und die Weltwirtschaft haben kann? Die Antwort lautet ganz klar: Nein, das haben wir nicht erwartet.


Im Moment ist es schwer Entscheidungen zu treffen, die weiter reichen als bis übermorgen. Ungewissheit, Sorge um Eltern und Großeltern und die Frage, wie geht es jetzt weiter, prägen plötzlich unseren Alltag. Wie wirken sich diese Veränderungen auf unser tägliches Leben aus und was können wir jetzt tun? In diesem Artikel möchten wir unsere Gedanken und weitere Dinge, die uns in diesen Tagen antreiben, mit euch teilen.


1. MUTTER NATUR IST STÄRKER ALS WIR

Viel zu lange haben wir die Viruserkrankung COVID-19 nicht ernst genommen. Vor allem in den Industrienationen glauben wir Menschen, wir könnten alles unter Kontrolle haben, selbst unsere Mutter Natur. Die Entwicklungen der letzten Monate und das Auftreten des Coronavirus haben uns mal wieder gezeigt, dass die Natur mächtiger ist als wir. Ein winziger Haufen DNA oder RNA, kleiner als eine menschliche Zelle, dringt in sie ein, programmiert sie um und legt die ganze Welt lahm. Faszinierend und beängstigend zugleich. Im Jahr 2015 – also vor fünf Jahren!! – warnte Bill Gates in seinem TED-Talk The next outbreak? We’re not ready” davor, dass die Welt sehr viel in den Kampf gegen Raketen investiert, aber nur sehr wenig, um die Welt vor eine Epidemie zu stoppen, die Leben kosten und der Weltwirtschaft schaden wird.


2. DIE WELT IN SUPER-SLOW-MOTION

Unsere Generation ist es gewohnt, immer “auf dem Laufenden" zu sein, immer in Bewegung: Wir gehen zu Veranstaltungen, sind in den sozialen Medien aktiv, wir organisieren Hochzeiten und Familienfeiern und kümmern uns um unsere Kinder. Wir wollen alles, ohne Ausnahme: Eine erfolgreiche Karriere, einen attraktiven Partner, intelligente Kinder und Freunde und natürlich finanzielle Unabhängigkeit. WIR entscheiden über unser Leben. Doch plötzlich erlebt eine ganze Generation zum ersten Mal, wie es ist, wenn nicht wir entscheiden, wie es weiter geht. Die Welt mit Corona macht ihr eigenes Ding - ohne Rücksicht auf Verluste und unsere Pläne. Bereits jetzt spüren wir die Auswirkungen dieser Virus-Krise: im Job, im Alltag und im Familienleben. Die Zukunft: erstmal ungewiss. Wir leben und planen Tag für Tag und lassen alles Weitere auf uns zukommen.



3. STOP FAKE NEWS

#COVID-19 ist etwa dreimal ansteckender als die „normale“ Grippe. Dennoch beobachten wir Mitmenschen, die glauben, dass die ergriffenen Maßnahmen übertrieben sind. Täglich sehen wir wie aufgrund von Unwissen falsche Informationen in Familien-Chat-Gruppen und in den sozialen Medien geteilt werden. Derartige Fake News führen zu Panik, sie verschlimmern die aktuelle Situation, indem sie die Ungewissheit in der Bevölkerung weiter verstärken. Als ErnährungswissenschaftlerInnen ist es unsere Aufgabe, falsche Informationen richtigzustellen. Wir müssen Fake News bekämpfen, wo immer wir sie sehen. Was wir jetzt brauchen, sind wissenschaftlich fundierte F A K T E N, um das neue Virus zu verstehen und wirksame Maßnahmen zu ergreifen.


Hier geht es zu Webseiten mit fundierten Coronavirus-Informationen:


Deutschland


International


4. #FLATTENTHECURVE

Nach den aktuellen Daten benötigen in Deutschland schätzungsweise rund 1 Million Menschen eine Intensivpflege, falls sie gleichzeitig mit dem Coronavirus infiziert werden. Das Problem: Wir haben in Deutschland nur 28.000 Intensivbetten. Da es weder einen Impfstoff noch Medikamente gibt, wird jeder und jede gebeten, die Infektionsrate durch "Social Distancing" zu verlangsamen. Die Washington Post verwendete eine mathematische Simulation, um zu verdeutlichen, wie effektiv „soziale Isolierung“ im Kampf gegen die Ausbreitung des COVID-19-Virus ist. (bereitgestellt vom Johns Hopkins University Center für Systemwissenschaft und -technik). Es wird deutlich: Es liegt in unseren Händen diese Corona-Pandemie zu stoppen.


5. BLEIBT GESUND UND PRODUKTIV

So schwer es ist, wir alle werden das Beste daraus machen. Wir stecken im Moment all unsere Energie in die Entwicklung von (Event-) Formaten für zu Hause - denn wir wollen ja weiterhin Netzwerken und im Austauschen bleiben. Wir alle sind jetzt gefragt, gemeinsam einen Weg aus dieser Krise zu finden. Gemeinsam trotz Distanz und Trennung. Wir möchten mit euch Inhalte, Erkenntnisse und Maßnahmen teilen, wie wir als ErnährungsexpertInnen helfen können gesund zu bleiben und uns und andere während der Virus-Krise zu schützen. Lass uns das zusammen machen! Bleibt gesund und motiviert!


written by Simone K. Frey and Roxanna Rokosa



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