Pflanzenbasierte und alternative Proteinquellen: Wir stellen 70+ Akteure vor

Keine Frage, der Markt der pflanzenbasierten und alternativen Proteinquellen boomt – so sehr, dass deren Umsätze im Jahr 2020 einen neuen Höchstwert erreichten. Die Bereitschaft der Menschen neue Lebensmittel auszuprobieren und diese in ihre alltägliche Ernährung zu integrieren wächst rasant. Auch die Nutzung neuer Technologien ermöglicht neuartige Lösungen für nachhaltige, gesunde und nahrhafte Speisen und Getränke. In Zusammenarbeit mit EIT Food haben wir eine Übersicht der Hauptakteure aus unseren Netzwerken erstellt, die uns in eine nachhaltige Zukunft führen – von Startups über Forschungsinstitute, Organisationen bis hin zu Expert*innen. Was sind alternative Proteinquellen? Welches sind die Hauptquellen für pflanzliche und alternative Proteine? Wer sind die Akteure, die diesen Trend anführen? Einen Überblick findet ihr in unserer Market Map „Pflanzenbasierte und alternative Proteine: Der weg in die Zukunft“.

Photo credit: "New Traditions" zeigt den Metzger der Zukunft,

von Tabea Mathern und Yannic Moeken


Bis 2050 werden schätzungsweise zusätzliche 265 Millionen Tonnen Protein benötigt, um den notwendigen Bedarf der Weltbevölkerung von etwa 10 Milliarden Menschen angemessen zu decken – "angemessen" nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht, sondern auch aus nachhaltiger Perspektive: also ohne den Planeten zu überfordern. Diese Herausforderung ist ohne eine Transformation im Ernährungssektor nicht zu bewältigen. Deshalb ist es wichtig, neue Proteinquellen zu finden. Laut der Farm-to-Fork-Strategie der Europäischen Kommission ist „die bessere Verfügbarkeit und weitere Erschließung alternativer Proteinquellen ein zentraler Forschungsschwerpunkt, um den Übergang zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem zu ermöglichen."


Alternative Proteine - der Shooting Star

Alternative Proteinquellen haben sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum Mainstream-Phänomen entwickelt. Im Jahr 2020 wurden 3,1 Milliarden US-Dollar in Startups im Bereich alternative Proteinquellen investiert; der Markt für alternative Proteinquellen wächst bis 2027 weltweit auf 27,1 Milliarden US-Dollar. In den USA ist der Umsatz mit pflanzlichen Lebensmitteln im Jahr 2020 um 27 % gestiegen. Die Marktforschung zeigt, dass Verbraucher*innen bewusster auf Nachhaltigkeit, persönliche Gesundheit, Förderung des Tierschutzes achten und eine gesteigerte Bereitschaft neue Lebensmittel zu entdecken haben. Von pflanzlichem, kultivierten Fleisch, über durch Fermentation gewonnene Proteine, bis hin zu Upcycling-Nebenströmen oder neueren Zutaten wie Mikroalgen oder Insekten, wird die Entwicklung nachhaltiger Alternativen vorangetrieben.


Die vier wichtigsten alternativen Proteinquellen:

  1. Pflanzenbasierte Proteine: Eiweißquellen, die aus Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Gemüse und anderen proteinreichen Pflanzen ohne Verwendung von tierischen Produkten gewonnen werden (Plant-Based Food Association, 2020).

  2. Zellbasierte Proteine: Herstellung durch Entnahme von Stammzellen aus einem Tier, welche anschließend unter nährstoffreichen Bedingungen gezüchtet und in Bioreaktoren in die gewünschte Form gebracht werden (Nature, 2020).

  3. Fermentierte Proteine: Der Prozess der Verwendung von Mikroben wie Mikroalgen, Mykoprotein und Pilzen zur Erzeugung von Proteinbiomasse und zur Optimierung von Pflanzenproteinen (Good Food Institute, 2020).

  4. Insektenproteine: Insektenarten werden als Ganzes oder als Bestandteil von verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt. Insektenproteine gelten als nachhaltig und verfügen über einen hohen Anteil an Proteinen, Ballaststoffen und Mineralien (FAO, 2021).

Die Zukunft unseres Planeten hängt von der Zukunft unseres Ernährungssystems ab. Es ist spannend zu beobachten, wie neue, nachhaltige und nahrhafte alternative Proteinquellen auftauchen, da sie entscheidend für die Ernährung unserer wachsenden Bevölkerung sind und gleichzeitig die Auswirkungen der Klimakrise abmildern. Laut BCG & Blue Horizon-Analyse wird 2035 wahrscheinlich jede zehnte Proteinportion aus einer pflanzenbasierten oder alternativen Proteinquelle stammen“.


Market Map "Pflanzenbsierte und alternative Proteine: Der Weg in die Zukunft"

In dieser Market Map, die wir gemeinsam mit EIT Food erstellt haben, erfahrt ihr:

  • Wie sich die pflanzliche Ernährung mit dem Aufkommen alternativer Proteinquellen ins Epizentrum der Lösung verschiebt und warum dies entscheidend ist für die Zukunft.

  • Was die vier wichtigsten alternativen Proteinquellen sind und wie diese die Veränderungen vorantreiben.

  • Welche Chancen und Herausforderungen es gibt.

  • Wer die Hauptakteure aus Startups, Forschungsinstituten, Organisationen, Projekten und Expertenstimmen sind, die die Etablierung dieser vier wichtigen alternativen Proteinquellen unterstützen.

  • Wie es um die Zukunft der alternativen Proteine steht.

Download: Market Map "Pflanzenbasierte und alternative Proteine: Der Weg in die Zukunft"

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Was wir heute sehen, ist nur der Anfang der Transformation im Proteinsektor. Wir wissen, dass es viel mehr Akteure gibt, die im Bereich der pflanzlichen und alternativen Proteine Fortschritte machen. Teilt eure Insights zu diesem Thema per E-Mail mit mit uns: Lieblings-Startups, Expertenstimmen, Pioniere und Führungskräfte. Schickt sie uns per E-Mail an: hello@nutrition-hub.com.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Bhargavi Arvind, Redakteurin NUTRITION HUB.

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